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Macht “Ein Stern namens Mama” Kindern Angst, deren Eltern nicht krank sind?

Donnerstag, 27. März 2008 19:44

Das wurden wir heute gefragt und die Antwort darauf lautet “Nein”. Es gibt haufenweise Filme im Kinderprogramm, die wirklich Angst machen, aber dieses Buch gehört nicht zu den Angstmachern.

Hier wird nicht erzählt, wie gräßlich weh der Krebs tun kann oder was für Schrecklichkeiten damit verbunden sind. Es ist kein “Splatter-Kinder-Buch”. Es wird vielmehr erzählt, dass die Angst vor der Angst in ihrer Sprachlosigkeit furchtbarer sein kann als jede noch so traurige Wahrheit.

In einer der zentralen Stelle des Buches spricht Luise zum ersten Mal offen mit ihrem Wahl-Onkel Janni über den möglichen Tod ihrer Mutter. Janni wiegelt nicht ab und redet nicht schön. Er nimmt Luise ernst in ihrer Sorge und spricht ehrlich mit ihr. Dort heißt es:

Janni seufte tief auf. “Kein Mensch redet gerne über das Sterben. Die meisten Leute haben Angst, darüber zu reden, weil sie denken, dass es damit herauf beschwören. Aber ich glaube das nicht. Ich denke, wenn es Zeit ist, sollte man darüber reden. Damit man sich drauf einstellen kann. ”

Janni und Luise machen einen Ausflug

An einer anderen Stelle, nachdem das Thema Krankheit und Sterben zum Bestandteil in der Familie geworden ist, heißt es:

“Eigentlich ist das ein bißchen schwer zu erklären, das mit den besseren Zeiten. Denn es war ja nicht so, dass es Mama selbst wieder besser ging. Ganz im Gegenteil: Von Woche zu Woche wurde sie schwächer, und ihr Husten wurde stärker.(..) Aber trotzdem ging es uns allen zusammen besser als in dem Jahr davor. Wie das kam? Ich glaube, es hing damit zusammen, dass wir viel mehr über Mamas Kranksein redeten. Und dass keiner mehr so tat, als wäre es eigentlich nichts Ernstes und Mama würde bestimmt bald gesund.
Ich fühlte mich ein bisschen so, als sei mir eine Last von meinen Schultern Schultern gefallen. Obwohl ich immer noch Angst hatte. Aber ich fühlte mich nicht mehr so allein damit. “

Das Buch ist ein Plädoyer gegen das Schweigen, wenn es um Krankheit und Tod geht. Ein Abschied voneinander ist traurig und er bleibt es auch, aber dass man überhaupt Abschied nehmen kann, ist ein Lebensgeschenk. Mit dem auch die kleine Luise gut weiterleben kann.

Mama und Luise nehmen Abschied

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Thema: hertz-rasen | Kommentare (0) | Autor:

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