Eine Mischung aus eigener Webseite mit sprechender Domain (www.haus-kaufen-in-kiel-hassee.de), einer Anzeige in ImmoScout mit Verlinkung auf die Webseite und ein Schild im Garten mit URL, hat innerhalb von einer Woche ein Haus verkauft. Ohne Makler, was sicher zusätzlich zur Attraktivität des Hauses beitrug.

Technisch wurde die Seite mit der kostenlosen OpenSource Software WordPress realisiert. Das ist ursprünglich eine Blogsoftware, die darauf spezialisiert ist, schnell wechselnde Artikel zu verwalten. Doch WordPress wird zunehmend auch zur Abbildung statisch wirkender Seiten verwendet und erfüllt somit klassische Content-Management-Aufgaben.
Wordpress bietet durch eine rege Entwicklerszene eine Fülle von Erweiterungen, die eine unfassbare Spannbreite von Bedürfnissen abdecken und ohne viel Aufhebens eingebaut werden können. Die große Kunst besteht darin, nicht soviele Erweiterungen zu verwenden.

Die Startseite

Die Wahl der Domain beruht auf der Idee, nicht nur einen „Homepagenamen“ zu haben, sondern damit auch gleich einen Gedächtnishaken zu setzen. Dass dieser auch gleich als Imperativ wirkt, ist ein weiterer Vorteil.

Die Texte der Webseite sind in einem persönlich gehaltenen Ton geschrieben, die sich absetzen von der Marketingwolke eines Maklers und auch von dem sachlich, zackigen Aufzählungston mancher Inserenten bei ImmoScout. Dabei geht es nicht nur um das reine Haus und seine Daten (mitsamt den renovierungsmaßnahmen), sondern auch um den Mehrwert der Umgebung und die Lebensqualität, die sich daraus ergibt. Mit Hilfe von Google-Maps wurden die Schulen, Kindergärten und Einkausfmöglichkeiten der Gegend aufgezeichnet.

Überzeugend wirken auch die Fotos, die in einer Bildergalerie gesammelt wurde. Hier wechseln sich Stimmungs- und Informationsbilder ab und erzeugen einen positiven Gesamteindruck, der auch psychologisch angenehm wirkt.

Fotogalerie

Im Anzeigenzeitraum gab es tatsächlich Menschen, die zwar das Haus nicht kaufen wollten, aber unbedingt ihr positives Feedback zu der Internetseite kommunizieren wollten.

Buddha

Die Kombination ImmoScout-Anzeige und weiterführende Informationen auf der eigenes erstellten Webseite haben die Interessenten schon „vorgefiltert“, so dass nur die mit echtem Interesse einen Besichtigungstermin vereinbarten. Die Anrufe sind übrigens auf einem speziellen Pre-paid-Haus-Handy mit eigener Rufnummer aufgelaufen, so dass die private Telefonnummer nicht im anonymen Erstkontakt kommuniziert werden musste.

Die Menchen, die sich das Haus ansahen, waren oft schon bestens informiert und vorbereitet und konnten auf Basis ihres Wissens weitere Fragen stellen. Psychologisch bedeutet das, dass die Beschäftigung mit dem potentiellen Hausobjekt schon sehr weit fortgeschritten war und sich in der Besichtigung weiter verfestigen konnte. Die Verweildauer im Denken war länger als bei einer 0815-Kurzanzeige.

Ein solche Vorgehen ist interessant für Menschen, die auch ein Haus verkaufen wollen (ohne Makler)  oder auch für Makler, die sich zumindestens für einige ihrer Häuser von der Konkurrenz absetzen wollen. Denkbar wäre so die Schaffung eines „Premium-Produktes“ im Bereich Immobilienanzeigen.

Weiterführend ist denkbar, auch Videos für so eine Webseite einzusetzen. Ein kleiner Stimmungsfilm zu der Landschaft, der Umgebung, ein Geräuschprotokoll (wenn man nicht gerade ein Haus neben der Autobahn verkaufen muss) oder Interviews mit den Nachbarn, die von den Vorzügen des Quartiers erzählen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
In diesem Fall kam es nicht mehr zum Videoeinsatz, weil der Verkauf so schnell erfolgte.

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