Beiträge vom März, 2009

Diese Internetseite hat ein Haus verkauft

Montag, 30. März 2009 17:45

Eine Mischung aus eigener Webseite mit sprechender Domain (www.haus-kaufen-in-kiel-hassee.de), einer Anzeige in ImmoScout mit Verlinkung auf die Webseite und ein Schild im Garten mit URL, hat innerhalb von einer Woche ein Haus verkauft. Ohne Makler, was sicher zusätzlich zur Attraktivität des Hauses beitrug.

Technisch wurde die Seite mit der kostenlosen OpenSource Software WordPress realisiert. Das ist ursprünglich eine Blogsoftware, die darauf spezialisiert ist, schnell wechselnde Artikel zu verwalten. Doch WordPress wird zunehmend auch zur Abbildung statisch wirkender Seiten verwendet und erfüllt somit klassische Content-Management-Aufgaben.
Wordpress bietet durch eine rege Entwicklerszene eine Fülle von Erweiterungen, die eine unfassbare Spannbreite von Bedürfnissen abdecken und ohne viel Aufhebens eingebaut werden können. Die große Kunst besteht darin, nicht soviele Erweiterungen zu verwenden.

Die Startseite

Die Wahl der Domain beruht auf der Idee, nicht nur einen “Homepagenamen” zu haben, sondern damit auch gleich einen Gedächtnishaken zu setzen. Dass dieser auch gleich als Imperativ wirkt, ist ein weiterer Vorteil.

Die Texte der Webseite sind in einem persönlich gehaltenen Ton geschrieben, die sich absetzen von der Marketingwolke eines Maklers und auch von dem sachlich, zackigen Aufzählungston mancher Inserenten bei ImmoScout. Dabei geht es nicht nur um das reine Haus und seine Daten (mitsamt den renovierungsmaßnahmen), sondern auch um den Mehrwert der Umgebung und die Lebensqualität, die sich daraus ergibt. Mit Hilfe von Google-Maps wurden die Schulen, Kindergärten und Einkausfmöglichkeiten der Gegend aufgezeichnet.

Überzeugend wirken auch die Fotos, die in einer Bildergalerie gesammelt wurde. Hier wechseln sich Stimmungs- und Informationsbilder ab und erzeugen einen positiven Gesamteindruck, der auch psychologisch angenehm wirkt.

Fotogalerie

Im Anzeigenzeitraum gab es tatsächlich Menschen, die zwar das Haus nicht kaufen wollten, aber unbedingt ihr positives Feedback zu der Internetseite kommunizieren wollten.

Buddha

Die Kombination ImmoScout-Anzeige und weiterführende Informationen auf der eigenes erstellten Webseite haben die Interessenten schon “vorgefiltert”, so dass nur die mit echtem Interesse einen Besichtigungstermin vereinbarten. Die Anrufe sind übrigens auf einem speziellen Pre-paid-Haus-Handy mit eigener Rufnummer aufgelaufen, so dass die private Telefonnummer nicht im anonymen Erstkontakt kommuniziert werden musste.

Die Menchen, die sich das Haus ansahen, waren oft schon bestens informiert und vorbereitet und konnten auf Basis ihres Wissens weitere Fragen stellen. Psychologisch bedeutet das, dass die Beschäftigung mit dem potentiellen Hausobjekt schon sehr weit fortgeschritten war und sich in der Besichtigung weiter verfestigen konnte. Die Verweildauer im Denken war länger als bei einer 0815-Kurzanzeige.

Ein solche Vorgehen ist interessant für Menschen, die auch ein Haus verkaufen wollen (ohne Makler)  oder auch für Makler, die sich zumindestens für einige ihrer Häuser von der Konkurrenz absetzen wollen. Denkbar wäre so die Schaffung eines “Premium-Produktes” im Bereich Immobilienanzeigen.

Weiterführend ist denkbar, auch Videos für so eine Webseite einzusetzen. Ein kleiner Stimmungsfilm zu der Landschaft, der Umgebung, ein Geräuschprotokoll (wenn man nicht gerade ein Haus neben der Autobahn verkaufen muss) oder Interviews mit den Nachbarn, die von den Vorzügen des Quartiers erzählen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
In diesem Fall kam es nicht mehr zum Videoeinsatz, weil der Verkauf so schnell erfolgte.

Sie wollen auch so eine Webseite? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

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Thema: Allgemein, eCommerce | Kommentare (0) | Autor:

Internet in diesen Zeiten

Dienstag, 10. März 2009 10:44

Überall ist dieser Tage von “der Wirtschaftskrise” die Rede. Dieses Mal ist “die Kreditblase” der Banken geplatzt und mit ihr so mancher Traum vom schnellen Geld. Das ist der Internetbranche vor ein paar Jahren ähnlich gegangen. Vielleicht sogar noch radikaler, denn damals gab es keine Boni für gescheiterte Verantwortliche und auch keinen Rettungsschirm, der den Absturz weicher machte .
Alle, die die diese Zeiten erlebt haben, sehen dieser Krise jetzt gelassener in die Augen als andere. Sie sind stressresistenter und kreativer im Umgang mit der Krise, weil auch das Übungssache ist. Purer Aktionismus hat sich als Strategie nie bewährt.
Außerdem haben die Internet-”Überlebenden” gelernt, dass jede Krise, gerade auch die existentielle, eine große Chance darstellt. Eine Chance, um Althergebrachtes zu überdenken, Balast über Bord zu werfen, und um neue Wege einzuschlagen.
Wirtschaft ist auch Psychologie. Wenn alle sich dazu entschließen, sich in einer Krise zu befinden, dann werden die Stiefel schwer.
Ist das Glas also halbvoll oder halbleer?

Gerade jetzt bietet das Internet Gelegenheit, bisherige Präsenzen zu optimieren, neue Wege im eCommerce auszuprobieren und etwas zu wagen. Ein Onlineshop ist z.B. bei weitem nicht so teuer wie die Ladenmiete in der Fußgängerzone. Und die Kundschaft muss auch keinen Parkplatz suchen.
Im Internet ist die Freiheit größer, neue Warengruppen auszuprobieren, andere Kunden anzusprechen und somit auch das Offline-Ladengeschäft zu unterstützen.
Auch die Auffindbarkeit bei Google kann jetzt überprüft und verbessert werden. Ganz sicher ist Online-Werbung günstiger als in der Zeitung und sie ist auch viel genauer messbar. Die beste Zeit ist genau jetzt, um Neues zu wagen.

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Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor:

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