Neue Produktion “Ein Stern namens Mama” im Tonstudio aufgenommen
Sonntag, 24. Februar 2008 21:47
“Ein Stern namens Mama” wurde im AMS-Audio Tonstudio Kiel von Karen-Susan Fessel selbst eingesprochen. Die Aufbereitung des Materials liegt nun in den Händen von Gerald Klöpfer. Am Ende soll es vier Leseblöcke geben, die jeweils durch Musik getrennt sind. Diese “Hörpausen” sollen in der Rezeption im Mediendom/ Planetarium als Gedankeninseln dienen, um die Konzentration während des Zuhörens nicht überzustrapazieren.
Um gesprochene Worte in der sternenbewanderten Dunkelheit des Mediendomes überhaupt erfassen zu können, muss der Text extrem langsam sein, denn sonst wirkt er extrem hektisch und beinahe atemlos. Im Vorlesen ist das gar nicht so einfach, denn eine Lesung, bei der man die Autorin ansehen kann, hat ein ganz anderes Tempo, das dem normalen Sprechtempo ähnelt. Das war eine anstrengende Herausforderung für die Autorin, doch am Ende waren alle zufrieden mit dem Ergebnis.
Es ist ein faszinierendes Buch, das hier vorgelesen wurde. Auch, wenn wir es jetzt zum vielleicht zwanzigsten Mal gehört haben, waren wir wieder ergriffen und mitgerissen.
Hier ist die Inhaltsangabe (Oetinger-Verlag):
»Alle reden immer nur über das Gesundwerden. Keiner redet je über das Sterben. Dabei war es doch das, was mir am meisten Angst machte: dass Mama sterben könnte.«
Eigentlich wollten Mama, Papa, Louise und Ruben in den Sommerferien nach Spanien fahren. Louise und Ruben hatten sich auch schon ganz doll darauf gefreut. Aber dann muss Mama plötzlich ins Krankenhaus, weil der Arzt einen Knoten in ihrer Brust entdeckt hat, und Louise schnappt zum erstenmal das Wort Krebs auf. Das macht ihr Angst. Krebs, ist daran nicht die Oma von Becky gestorben, ihrer besten Freundin? Aber die Erwachsenen beruhigen sie. Alles wird gut, man muss nur Geduld haben. Und komischerweise werden die Ferien dann auch noch richtig schön. Oma ist nämlich gekommen, um für Louise und Ruben und Papa zu sorgen, und Janni, ein alter Freund von Mama, ist schließlich auch noch da. Außerdem geht es Mama sowieso jeden Tag ein bisschen besser. Bald wird sie wieder zu Hause sein, und dann ist alles wie früher. Ist es auch, anfangs jedenfalls. Aber dann muss Mama sich immer öfter hinlegen, weil sie so müde ist, und eines Tages kommt sie wieder ins Krankenhaus. Der Krebs ist jetzt an so vielen Stellen in ihrem Körper, dass er nicht mehr rausoperiert werden kann. Als keine Therapie mehr anschlägt, kommt Mama in eine Spezialklinik, wo man sie nur einmal in der Woche besuchen kann. Zum erstenmal denkt Louise daran, dass Mama sterben könnte, und Mama verspricht, dass sie Louise ein Zeichen geben wird, wenn es soweit ist. Damit sie sich noch verabschieden können. Dann verlässt Mama die Klinik, gegen den Willen von Papa. Krank sein, sagt sie, kann sie auch zu Hause. Louise und Ruben sind glücklich, und so merkwürdig es klingt, diese Zeit, in der es Mama im Grunde immer ein bisschen schlechter geht, ist die schönste, die sie miteinander haben. Am Ende muss Mama wieder ins Krankenhaus, aber sie hält Wort, sie gibt Louise ein Zeichen. Und erzählt ihr, dass die Menschen zu Sternen werden, wenn sie gestorben sind. Natürlich weiß Louise, dass Sterne eigentlich kleine Planeten sind, die von der Sonne angestrahlt werden. Aber schließlich ist das Weltall ja noch nicht so ganz erforscht. Kann also immerhin sein, dass Mama jetzt tatsächlich ein Stern ist, der vom Himmel auf sie und Ruben und Papa runterleuchtet und deshalb immer bei ihnen sein wird, oder? Ein Stern namens Mama.
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